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Dresscode - korrekt gekleidet

Dresscode - korrekt gekleidet

1. Frack / White Tie / Cravate Blanche
    Anlässe: die eigene Hochzeit; ein Staatsempfang; ein pompöser Ball
    Gewusst wie: Erwartet wird ein schwarzer, einreihiger Frack mit weißer Fliege. Das Jackenrevers ist ebenso wie der doppelte Seitenstreifen der aufschlaglosen Hose aus Seide gefertigt, die Jacke kann nicht geschlossen werden. Traditionell wird der Frack mit einer weißen, V-förmigen Weste aus Baumwoll-Piqué, einem weißen, brustverstärkten Frackhemd, schwarzen Lacklederschuhen und einer weißen, ebenfalls aus Baumwoll-Piqué gefertigten, selbstgebundenen Fliege kombiniert.
    Faux pas: Eine schwarze Fliege, Sie wollen doch nicht mit dem Oberkellner verwechselt werden. Ebenso tabu: eine Krawatte, auch nicht in Weiß.
    Das i-Tüpfelchen: Ein schwarzer Zylinder macht aus Ihnen einen zweiten Fred Astaire! Besonders oldschool: Taschenuhr statt Chronograph und weiße Handschuhe.
    Die Dame: Ihr Begleitung trägt ein langes, dekolletiertes Abendkleid, darüber einen bodenlangen Mantel, ein Cape oder eine Stola (die Schultern müssen bei Ankunft bedeckt sein), dazu Handschuhe und Schmuck.

2. Smoking / Black Tie / Cravate Noire
    Anlässe: ein Hochzeitsdinner; die Oper; ein Ball; eine Theaterpremiere
    Gewusst wie: Diese klassisch-elegante Abendgarderobe zeichnet sich durch einen schwarzen oder nachtblauen Smoking und die idealerweise selbstgebundene, schwarze Fliege aus. Ein Smoking ist daran zu erkennen, dass das Jackenrevers und der einfache Seitenstreifen der Hose aus Seide sind, die Hose hat keinen Aufschlag. Unverzichtbar ist das weiße Smoking-Hemd mit Kläppchenkragen, verdeckter Knopfleiste und Manschettenknöpfen. Den Look unbedingt mit einem Einstecktuch und glatten, schwarzen Lederschuhen abrunden. Bei besonders elegantem Anlass sind Lacklederschuhe und Kummerbund die Pflicht-Accessoires.
    Faux pas: Eine weiße Fliege. Ebenfalls tabu: eine Krawatte, auch nicht in Schwarz.
    Das i-Tüpfelchen: Eine Smoking-Weste anstelle des Kummerbundes. Sie sollte aus derselben Seide wie die Fliege gefertigt sein.
    Die Dame: Ihre Begleitung trägt ein langes Abendkleid mit Jäckchen oder Stola.
    Übrigens: Der Dresscode „Black Tie Optional“ lässt Ihnen die Wahl zwischen Smoking mit schwarzer Fliege oder elegantem, dunklem Anzug mit klassischer Krawatte. Bunte Fliegen und wild gemusterte Krawatten sind in jedem Fall unpassend. Die Dame darf anstelle des langen Abendkleides auch ein Cocktailkleid oder ein festliches Kostüm, oder ein edles Designer-Outfit tragen, dazu eine Abendtasche (muss kleiner sein als ihr Kopf) und farbige Accessoires. Stimmen Sie Ihre Outfits vom Grad der Eleganz unbedingt aufeinander ab.

3. Cut / Cutaway Coat / Morning Dress
    Anlässe: Bräutigam, Brautvater und Gäste der klassischen Hochzeit bis 17 Uhr; Pferderennen in Ascot; als hochoffizielle Tagesgarderobe bis 17 Uhr
    Gewusst wie: Der britische Klassiker gilt als Tagespendant für den Frack am Abend. Seine Hauptmerkmale sind die schräg geschnittenen Schöße des Gehrockes (daher der Name „Cutaway Coat“) und die Zweifarbigkeit des Ensembles: Zu der mittel- bis dunkelgrauen Jacke trägt man graugestreifte Hosen ohne Aufschlag und eine hellgraue oder cremefarbene, einreihige Weste. Abgerundet wird der Look in jedem Fall mit glatten, schwarzen Lederschuhen, traditionell mit dem Modell „Oxford“.
    Varianten: Der Bräutigam trägt einen aus Seide gefertigten Plastron, der Hochzeitsgast eine silbergraue Krawatte zum weißen Hemd. Die moderne Variante erlaubt auch farbige Krawatten.
    Faux pas: Ein Cut wird niemals nach 17 Uhr getragen (daher der Begriff „Morning Dress“). Außerdem absolutes NoGo: eine Fliege. Zum Cut gehört traditionell eine Krawatte (oder ein Plastron).
    Das i-Tüpfelchen: Ein Zylinder, allerdings sollte er denselben (hellen) Grauton haben, wie die Weste. Passend ist ein Einstecktuch.
    Die Dame: Da es sich um eine Tagesgarderobe, wenn auch um eine sehr elegante, handelt, muss die Dame nicht zwingend ein langes Abendkleid tragen, sondern darf auch im Cocktailkleid oder Seidenkostüm auftreten. Die Rocklänge sollte jedoch nie kürzer als knieumspielend sein. Ein Hosenanzug wird – vor allem in Ascot – nicht gern gesehen.

4. Day Informal / Business Attire / Tenue de Ville
    Anlässe: Geschäftsreise
    Gewusst wie: Es geht um einen Business-Tag, der außerhalb der eigenen Geschäftsräume und/oder mit externen Partnern/ Kunden verbracht werden soll. Erwartet wird ein dunkler Anzug (meist Dunkelgrau, Anthrazit, Dunkelblau oder Schwarz) mit Hemd, Krawatte und schlichten Schuhen. Bitte keine festliche Abendgarderobe, sondern einen Anzug wählen, den Sie auch im Büro tragen (würden).
    Faux pas: Smoking oder Jeans – hier ist Understatement gefragt.
    Die Dame: Für alle weiblichen Teilnehmer gilt der klassische Business-Dresscode: Hosenanzug oder Kostüm (mit knieumspielendem Rock und Strumpfhose) in Anthrazit, Dunkelblau oder Schwarz, Bluse in Weiß, Hellblau oder Rosé. Dezentes Make-up, klassische Frisur und wenig nackte Haut.

5. Business (hochoffiziell)
    Anlässe: tägliches Business in hohen Führungsebenen, Business-Veranstaltungen
    Gewusst wie: Erwartet wird ein dreiteiliger, dunkler Anzug mit Weste, Hemd, Krawatte und glatten Lederschuhen. Schlichte Manschettenknöpfe sind gern gesehene Accessoires, der Anzug sollte Dunkelgrau, Anthrazit, Dunkelblau oder Schwarz sein und darf einen Nadelstreifen haben.
    Faux pas: Helle Anzüge, Rollkragenpullover, keine Krawatte. Hier wird klassische Eleganz erwartet.
    Die Dame: Für alle weiblichen Teilnehmer gilt der klassische Business-Dresscode: Hosenanzug oder Kostüm (mit knieumspielendem Rock und Strumpfhose) in Anthrazit, Dunkelblau oder Schwarz, Bluse in Weiß, Hellblau oder Rosé. Dezentes Make-up, klassische Frisur und wenig nackte Haut.

6. Business (offiziell)
    Anlässe: tägliches Business in mittleren und höheren Führungsebenen, Business-Veranstaltungen
    Gewusst wie: Erwartet wird ein zwei- oder dreiteiliger, dunkler Anzug mit Hemd, Krawatte und glatten Lederschuhen. Der Anzug kann neben den üblichen dunklen Nuancen auch Grau, Braun oder Cognac sein, allerdings sollten Sie insbesondere bei braunen Anzügen die Schuhe und den Gürtel farblich abstimmen. Nadelstreifen, farbige Krawatten sowie Hemden in Pastelltönen mit feinen Streifen oder Gitterkaros sind erlaubt. Achten Sie auf eine dezente Kombination der Stilmittel, sonst wirkt der Look schnell überladen.
    Faux pas: Pullover, aufgeknöpfte Hemden, keine Krawatte, ungepflegte Schuhe, helle Socken. Jeder Dresscode hat seine Grenzen.
    Die Dame: Für alle weiblichen Teilnehmer gilt der übliche Business-Dresscode, allerdings kann er lockerer interpretiert werden: Hosenanzug, Kostüm (mit knieumspielendem Rock und Strumpfhose) oder Etui-Kleid mit Jacke in dezenten, dunklen Nuancen, wahlweise kombiniert mit Bluse in Weiß, Hellblau oder Rosé oder eleganten Tops. Achtung, Finger weg von modischen Schnitten, Farben, Mustern und tiefen Ausschnitten. Dezentes Make-up, klassische Frisur und wenig nackte Haut.

7. Semi-formal
    Anlässe: Hochzeit, Business-Day mit Kontakt zur Chefetage, Geschäftsreise
    Gewusst wie: Dieser Dresscode klingt legerer, als er ist, beinhaltet er doch eine Mixtur der oben genannten klassischen Outfits. Der erwartete Grad an Eleganz ist nicht zu unterschätzen: Tagsüber trägt der Mann auf jeden Fall einen dunklen Anzug, Hemd und Krawatte, die Dame mindestens ein elegantes Kostüm, gern auch ein Kleid. Ab 18 Uhr kann dem Event entsprechend sogar ein Smoking bzw. ein langes Abendkleid gemeint sein, insbesondere bei Hochzeiten.
    Faux pas: Feierabend-Look mit gelockerter Krawatte, aufgekrempelten Ärmeln und einem über die Schulter geworfenen Jacket. Semi-formal bedeutet nicht „halb“-formal! Die Dame: Ihre Begleitung sollte eine elegante Garderobe wählen, tagsüber z.B. einen knieumspielenden Rock bzw. ein Etui-Kleid. Abends ist ein langes Abend- oder ein knielanges Cocktailkleid in zarten Tönen wie Rosé oder Apricot, dazu kombiniert sie Schmuck, der auch etwas auffälliger sein darf.
    Übrigens: Auf Business-Einladungen findet man gelegentlich den Dresscode „Cocktail“, der einen dunklen Anzug mit Hemd meint, vorzugsweise mit Krawatte. Der ebenfalls gängige Dresscode „Schwarzer Anzug“ sagt bereits das, was er meint: einen Schwarzen Anzug (mit Krawatte, gern auch mit Manschettenhemd).

8. Casual
    Anlässe: Brunch, Sightseeing im Rahmen einer Geschäftsreise, Hochzeitsauftakt
    Gewusst wie: Dieser Dresscode suggeriert zwar einen Freizeit-Look, jedoch nur im angemessenen Grad: Jeans, Shorts und offene Schuhe sind absolut tabu. Stilvoll sind Polohemden, farbige Oberhemden und/ oder feine Strickpullover in Kombination mit Baumwoll-, Leinen- oder Cordhosen.
    Faux pas: Sportswear ist in gewissen Kreisen nicht einmal zum Barbecue erlaubt. Sparen Sie sich Ihre Shorts für den Badeurlaub auf.
    Die Dame: Auch als Dame sollten Sie eine gewisse Stilsicherheit zeigen und auf sexy geschnittene Kleider, tief dekolletierte Tops und Mini-Röcke verzichten. Stattdessen machen kurzärmelige Blusen (Weiß oder Pasteltöne) bzw. Poloshirts zu Baumwollröcken oder Capri-Hosen eine gute Figur. Romantische oder sportliche Kleider sind ebenfalls erlaubt, sollten allerdings immer knieumspielend sein. Oder auch einen lässigen Hosenanzug und dazu Ballerinas. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – solange das Outfit nicht zu extravagant und flippig wird.

9. Come as you are
    Anlässe: Geschäftsessen oder Drink nach Feierabend
    Gewusst wie: Dieser Dresscode meint tatsächlich das, wonach er klingt: Kommen Sie so, wie Sie (nach Büroschluss) sind, lassen Sie Ihren Anzug an und die Krawatte gelockert, sich umzuziehen ist nicht nötig. Wer direkt von Zuhause kommt, sollte allerdings nicht in die Falle tappen und in Jeans auftauchen. Erwartet wird ein korrekter (Business-)Look, Hemd und Flanellhose sind also die Basics.
    Faux pas: Freizeitkleidung
    Die Dame: Auch die Damen sollten so kommen, wie sie normalerweise das Büro verlassen: in dunklem Kostüm, Kleid oder Rock mit Bluse. Der Blazer darf gegen eine feine Strickjacke in passendem Farbton getauscht werden, die Knöpfe der Bluse bleiben verschlossen, die Schultern bedeckt.


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