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Kleines ABC der Umgangsformen und des guten Stils. (Dem nachfolgenden Buch entnommen.)
  Preis: EUR 28,00
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Erfolg mit Takt & Stil. Umgangsformen aktuell - Empfehlungen für Eilige (Broschiert)
von Susanne Helbach-Grosser (Autor)
Stilvolle Umgangsformen sind wieder gefragt. Was gilt heute noch - und was ist längst "out"? Der Leser erhält Anregungen für das angemessene Verhalten in (fast) allen Lebenslagen: Gäste begrüßen, anreden, bekannt machen, betreuen, Eßkultur, Tischsitten, Verhaltensformen am Arbeitsplatz, Kommunikation, souveränes Auftreten in Hotels und Restaurants, Handy, Fax und Telefon, Mode und Körperpflege u.v.m.
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A - Auftreten
Als Persönlichkeit dem Lebensstil und dem Status entsprechend auftreten, ist immer angebracht. Die eine oder andere persönliche Note ist zwar erlaubt, endet aber dort, wo der gute Geschmack weit verfehlt wird. Ob Sie ein Gesamtkunstwerk sind, ob Sie als zarte Venus auftreten oder als verruchter Vamp: Sie haben es in der Hand wie Sie ankommen!
B - Begrüßen
Die starren Grußregeln von einst sind einer situativen Norm gewichen. Vor allen bei offiziellen Anlässen tritt das alte Rangordnungsschema wieder in Kraft: die rangniedrigere Person grüßt die Ranghöhere. Wenn shake-hands angesagt ist, ist es genau umgekehrt, weil dann gleichzeitig die Erlaubnis zum Anfassen erteilt wird. Grundsätzlich grüßt immer der zuerst, der den anderen zuerst erkennt. Gegrüßt werden immer ganze Gruppen, nie ein einzelner aus der Gruppe.
C - Chewing gum
Überall dort, wo „Gefahr" besteht, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, sollte Kaugummikauen unterbleiben. Wer mit der Kaumasse überraschend angetroffen wird, sagt souverän „Moment, ich muss etwas entsorgen.", nimmt den Kommunikationshemmer mit einem Papiertaschentuch oder einem Stück Papier heraus und die Situation ist gerettet.
D - Distanz
Nähe ist schön, aber manchmal unangenehm und oft nicht angebracht. Fremde Personen halten wir je nach Kulturkreis mehr oder weniger gern auf Abstand. Die angemessene räumliche Distanz zu einer Person hat sehr viel mit Takt zu tun. Auch bei Hilfsbereitschaft gilt es, die Distanz zu wahren. Gepäckstücke oder Personen nicht einfach befingern - das könnte missverstanden werden.
E - Erster Eindruck
Wir alle senden Botschaften aus, deren Wahrnehmung zu neunzig Prozent von Gefühlen bestimmt ist. Fünfundfünfzig Prozent entfallen auf Körpersprache, Kleidung, Statussymbole und Geruch, achtunddreißig Prozent auf den Klang der Stimme und nur sieben Prozent auf den Inhalt des Gesagten. Der erste Eindruck entsteht dabei in drei bis fünf Sekunden, nicht viel Zeit, in der sich andere Menschen ein Bild von uns formen, entsprechend sollten wir unsere Erscheinung gestalten!
F - Flugzeug
Auch wenn man als Vielflieger geschäftlich schon seinen persönlichen Sitz im Jet haben müsste, ist es nicht besonders rücksichtsvoll, im Terminal drei Sitze mit Tageszeitung, Aktenkoffer, Mantel und Laptop zu belegen. Auch interessiert es keinen der im Umkreis von zehn Metern Mitreisenden, wie die Anklageschrift des Herrn B. aus F. für die Verhandlung am 17. März ins Diktafon gesprochen wird. Im Flugzeug verhält es sich wie überall, wo auf engstem Raum viele sich fremde Menschen aufeinandertreffen: Rücksichtnahme und ein wenig Entgegenkommen erleichtern die Sache ungemein!
G - Geflügel
Jedes Geflügel wird „unter Aufsicht" mit Besteck gegessen. Es sei denn wir befinden uns auf dem Oktoberfest. Dort greifen auch stilvolle Menschen volkstümlich zünftig zum Hähnchenschenkel. Noch eine kleine Ausnahme: Wachtelbeinchen und ähnliches Kleingeflügel dürfen abgenagt werden.
H - Handy
Handybesitzer demonstrieren Tag für Tag, dass der Umgang mit der permanenten Erreichbarkeit gelernt sein will. Es gibt öffentliche Orte, an denen sollte das Handy entweder ganz aus- oder auf stumm geschaltet werden, z.B. im Restaurant oder Theater. Bei Besprechungen kann es an bleiben, wenn es dem Verlauf der Versammlung dient.
I - Indiskretion
Besonders Männer schätzen sie an Frauen: die ewige Indiskretion. Klatsch auf der Straße oder am Arbeitsplatz ist nie angebracht. Jeder hat genug mit seinen Angelegenheiten zu tun und muss sich nicht auch noch um... oder um... oder gar um... kümmern. Im Geschäftsbereich geht niemanden die Lohnabrechnung, die der Kollege hat liegen lassen oder das zufällig mitgehörte Privatgespräch etwas an.
J - Jeans
Chef und Chefin dürfen in Deutschland Jeans verbieten. Der Arbeitgeber ist kraft seines Direktionsrechts befugt, dem im Verkauf tätigen Arbeitnehmer zu untersagen, in Gegenwart von Kunden in Jeans, Turnschuhen mit offenem Kragen, ohne Krawatte und ohne Sakko aufzutreten. Das Outfit muss dem vom Arbeitgeber festgelegten Charakter des Produkt entsprechen. Und darüber gibt es in Deutschland z.B. Gerichtsurteile!
K - Körpersprache
Nicht nur dass Sie Bestandteil des ersten Eindrucks ist, gewisse Macken können wirklich stören. Dann nämlich wenn jemand Macken hat, die er selbst meist gar nicht mehr als solche empfindet, oder wenn jemand alles und jeden was ihm näher als eineinhalb Meter kommt, mit Händen oder Füßen verscheucht. Körperhaltung ist immer ein Ausdruck der sozialen Rolle.
L - Lautstärke
Ebenso verhält es sich mit der Lautstärke. Je nachdem wo man sich befindet, sollte die Lautstärke angepasst sein. Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit variiert je nach Geschäftspartner. Mit Kranken und mit kleinen Kindern spricht man schließlich auch anders als mit Geschäftspartnern.
M - Mobbing
Erschreckende Zahlen gehen durch die Presse: Ungefähr sechs Millionen Arbeitnehmerinnen in Deutschland hassen ihre Kollegen, und eineinhalb Millionen Menschen leiden unter Psychoterror am Arbeitsplatz. Was aber tun, wenn man selbst Opfer von Mobbing wird oder man ein derartiges Vorgehen bei Kollegen beobachtet. Ziehen Sie die Notbremse, denn in einer solch' menschenverachtenden Umgebung kann niemand zufrieden und glücklich leben und arbeiten - egal ob Opfer, Beobachter oder gar „Mittäter".
N - Name
Der eigene Name spielt vor allem im Geschäftsleben eine Rolle, dann nämlich wenn er gleichzeitig für eine Firma oder Unternehmung steht. Jeder möchte mit Namen angeredet werden - warum nuscheln Menschen ihren Namen dann so oft? Fragen wir also nach, bis wir denn Namen verstanden haben. Bei komplizierter klingenden Namen fragen Sie nach der Schreibweise oder auch nach der Visitenkarte. Wir selbst sollten Verständnis für Verwechslungen haben und Hilfen geben, wenn wir merken, dass der/ die andere verlegen nach unserem Namen sucht.
O - Overserved
Gerade bei der Auswahl des Restaurants für ein Geschäftsessen sollte man kein Restaurant aussuchen, welches overserved ist, weil man da nicht zuletzt den Überblick über das Getrunkene verliert und folglich seine Gesprächsgeheimnisse nur schwer für sich behalten kann. Außerdem wirken allgegenwärtige Fachkräfte bei manchen Anlässen etwas störend.
P - Pflege
Seien Sie nett zu Ihrem Körper, Sie haben nur den einen! Wer mit sich selbst nicht pfleglich umgeht, wird es auch nicht mit anderen tun. Es gibt heute nahezu keine Entschuldigung mehr für unangenehme Körpergerüche, Schweißhände, Mundgeruch, ungepflegte Haare, Hände oder Füße und Kopfschuppen. Parfumduft in Maßen ist ebenso wie Make-up eine Frage des Berufszweiges. Tätowierungen an sichtbaren Stellen kann man sich jedoch in den wenigsten Berufen leisten!
Q - Qualität und Quantität
Es gibt einfach zu viele Etikette-Regeln, als dass man alle kennen und sofort beherrschen könnte. Achten Sie deshalb lieber auf Qualität statt Quantität. Setzen Sie einzelne Parts Ihrer Persönlichkeit entsprechend bewusst um und bauen Sie Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen zusammen.
R - Restaurant
Wer gemeinsam isst, befindet sich auf einer Bühne. Mit jemandem zu speisen, der keine Tischmanieren hat, ist eine große Qual. Angenehmes Verhalten ist auch hier immer noch eine der Eintrittskarten in die gute Gesellschaft. Gibt es trotz aller Vorbereitungen und jedem guten Willen ein-mal Grund zur Beschwerde, diese bitte sofort vorbringen, dabei aber freundlich bleiben.
S - Smoking & Co.
Kleidervermerke auf Einladungen sorgen oft für Verwirrung. Bekleidungswünsche sollten eingehalten werden, das ist auch fair den Menschen gegenüber, die sich zu einer besonderen Gelegenheit schicker anziehen möchten. Wenn der Kleidervermerk für den Herrn „Smoking", oder „Frack" vorschreibt, hat die Dame je nach Jahreszeit und Figur einen breiten Spielraum an festlicher Garderobe, was nicht heißen soll, dass sie die Kleidung gar nicht auf ihren Begleiter abstimmen soll. Dunkler Anzug heißt für die Dame: Kostüm, Jackenkleid, elegantes Kleid oder Hosenanzug.
T - Telefon
Eine akustische Verbindung ist hergestellt, treten wir also in Dialog. Wer im Geschäftsleben telefoniert, weiß, dass es bei aller Normalität eine Kunst ist, Geschäftspartner und Kunden für sich zu gewinnen. Gute Umgangsformen und Einfühlungsvermögen sind auch hier die Voraussetzung für ein optimal geführtes Gespräch. Während eines Telefonat keinesfalls essen, trinken, rauchen, mit (unnötigen) Papieren rascheln, Kuli auf- und zuknipsen, dem Gegenüber ins Ohr brüllen, zu leise oder undeutlich sprechen oder gar unfreundlich werden. In größeren Firmen sind in so mancher Warteschleife schon Menschen verhungert!
U - Unterhaltungen
Egal, wo wir sind, überall treffen wir auf Menschen, die mit uns reden wollen oder müssen oder wir mit ihnen. Der Umgang mit der Sprache ist der Grundstock der Kommunikation. Small talk gilt hier oft als amüsantes Pingpong-Spiel. Es geht immer darum, Sympathien zu gewinnen und in rhetorischer Bewegung zu bleiben. Darum sind ellenlange Statements, Besserwisserei, Angabe und Witze alles andere als unterhaltsam. Im Gegensatz zum Wetter eignen sich Themen wie Wohnort, Haus, Garten, Beruf, Familie, Urlaub und Hobbys hervorragend für ein eher unverbindliches, nettes Gespräch.
V - Verkehrsmittel
Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Rücksichtslosigkeit mancher Menschen ein Ärgernis. Dabei meinen diese es oft nicht böse, sondern sind oft nur unaufmerksam oder gedankenlos. Junge Menschen bieten älteren Menschen oder gleichaltrigen, offensichtlich erschöpften Menschen gerne den Platz an, ebenso sollten es auch andersherum sein, wenn ein älterer, ausgeruhter Mensch einen Jugendlichen schwerbepackt aus der Schule kommend in den Bus steigen sieht. Dass in einem Nichtraucherabteil nicht geraucht wird ist Ehrensache.
W - Wein
Wenn Sie im Restaurant einen guten Wein trinken möchten und Sie kein Experte sind, überlassen Sie die Auswahl ruhig dem Sommelier/Weinkellner. Er kennt seine Weine und die Speisen die dazu passen. Die richtige Kombination von Wein und Speisen ist selbst für einen Kenner täglich eine neue Herausforderung. Verschiedene Garmethoden, die Verwendung orientalischer Gewürze, Essige in Soßen, und weitere Freiheiten der modernen Küche führen die alten Faustregeln (weißer Wein zu Fisch, weißer Wein zu weißem Fleisch) ad absurdum.
X - X für U
Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen Umgangsformen ändern sich. Wenn ältere Menschen z. B. aus Gewohnheit alte Floskeln benutzen, müssen Sie diese wirklich nicht übernehmen. Akzeptieren Sie es, machen aber auch deutlich, dass Ihr aktuelles Etikette-Know-how respektiert wird. Bestes Beispiel einer überholten Formel: Empfehlung an Ihre Gattin/lhren Gatten.
Y - Yeti
Sie werden ja nicht gleich dem Yeti begegnen. Aber wer die Welt bereist oder Besuch aus dem Ausland erwartet, macht sich selbstverständlich mit den landestypischen Regeln vertraut. Das verhindert Missverständnisse und schafft sofort ein positives (Gesprächs-) Klima.
Z - Zigarette
Raucherinnen gehen mit einer brennenden Zigarette niemals in ein Amt, ein Privathaus, ins Krankenhaus, in den Fahrstuhl, ins Wartezimmer. Auch nicht in ein anderes Büro, wenn nicht klar ist, ob dort Nikotinabstinenzler arbeiten. Wohl selbstverständlich ist es, nicht in Kirchen, im sommerlichen Wald oder an kulturellen Stätten zu paffen. Überhaupt wird in geschlossenen Räumen niemals ungefragt geraucht, wenn Nichtraucher anwesend sind. Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig gefragt!
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